Buch „Gefangen in der NS-Vergangenheit“ / Teil 2

Buch „Gefangen in der NS-Vergangenheit“ / Teil 2

Der Sammelband mit dem Untertitel „Wenn Aufklärung acht Jahrzehnte später beginnt“ nimmt bisher vernachlässigte Opfergruppen in den Blick.
Agnes Krumwiede, Herausgeberin des im Kugelberg-Verlag von Wolfgang Proske erschienenen Buchs  hat z.B. die Schicksale der Kinder von  Zwangsarbeiterinnen nachgezeichnet.
Juliane Günther war in der Gedenkstätte des KZ Dachau tätig und ist Mitarbeiterin des Projekts „Opfer des Nationalsozialismus“ am Zentrum für Stadtgeschichte Ingolstadt. Sie hat sich mit den Ingolstädter Opfern von Zwangssterilisation beschäftigt.

Und dieser Band fragt auch, warum es in manchen Fällen acht Jahrzehnte gedauert hat, bis manche Wahrheiten über die Täter von damals ans Licht kamen und  welche Rolle z.B. der Donaukurier dabei gespielt hat. Der Journalist Thomas Schuler hat bereits in einem Vorgängerband „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“ nachgewiesen, dass sich DK-Herausgeber Wilhelm Reissmüller als junger Mann allen erdenklichen Nazi-Vereinigungen angeschlossen hat. Nun hat er das Verhältnis der Schriftstellerin Marieluise Fleißer zu Reissmüller nach dem Krieg beschrieben.

Wie wenig die Spruchkammern letztlich ihr Ziel der Entnazifizierung erreicht haben, besondern in Bayern hat der Militärhistoriker und Bundeswehroffizier  Martin Springfeld untersucht. Wie haben sich die durch ihre Funktionen in das NS-Regime verstrickten nach dem Krieg verhalten? Dem geht auch Agnes Krumwiede in mehreren Aufsätzen nach.

Am 28. Februar werden die 4 AutorInnen in der Ingolstädter Stadtbücherei aus dem Buch lesen.

Buch „Gefangen in der NS-Vergangenheit“ / Teil 2