Neue Reihe – „Sonntags im Schloss ND“

Neue Reihe – „Sonntags im Schloss ND“

Das imposante Schloss in Neuburg als Wahrzeichen oberhalb der Donau genießt als einstiges Residenzschloss des 1505 gegründeten Fürstentums Pfalz-Neuburg nach wie vor besondere Bedeutung. Die prächtige Schlossanlage, deren vier mächtige Flügel sich um einen Innenhof mit Arkadengängen gruppieren, entstand am Ort einer spätgotischen herzoglichen Burg. Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559), der erste Landesfürst und spätere Kurfürst von der Pfalz, war der Bauherr der drei anspruchsvollen Renaissancetrakte, die seit 1530 errichtet wurden. Pfalzgraf Wolfgang ließ 1560 bis 1562 durch den niederländischen Meister Hans Schroer die Dekoration der Hoffassade mit biblischen Szenen in Sgraffito-Technik ausführen, die zu den Besonderheiten des Schlosses zählt.

Der Schlosstrakt im Hauptgeschoss des barocken Ostflügels ist der Kunst und Geschichte des Fürstentums Pfalz-Neuburg gewidmet. 1505 aus den Erbstreitigkeiten zwischen den pfälzischen und bayerischen Wittelsbachern hervorgegangen, spielte das kleine Fürstentum im Verlauf der Jahrhunderte eine bemerkenswerte Rolle. Unter dem Renaissancefürsten Ottheinrich war es Schauplatz der Künste und Wiege der Reformation, im 17. Jahrhundert, vergrößert um die niederrheinischen Herzogtümer Jülich und Berg, bedeutende barocke Hofhaltung mit Beziehungen in ganz Europa. Neuburger Fürsten wirkten als Kurfürsten von der Pfalz in Heidelberg, Düsseldorf und Mannheim. 1806 ging Neuburg im Königreich Bayern auf.

Im Rahmen der Reihe „Sonntag im Schloss“, die noch bis 29. März  jeweils um 14.00 Uhr startet beleuchten die Stadtführer die Geschichte des Bauwerkes, des Fürstentums und der Stadtgeschichtewie Neuburgs Kulturreferentin Dr. Gabriele Kaps, die diese Reihe mit konzipieren konnte,  im Gespräch erläuterte.

Unter dem Motto starke Frauen in Pfalz Neuburg erinnerte sie an die Bedeutung des Fürstentums im Wandel der Geschichte anhand dieser bemerkenswerten Persönlichkeiten, wie Sie folgend kurz hören.

Die nächsten Führungen, behandeln Themen wie „Winterfreuden“, widmen sich Pfalzgraf Philipp, dem Bruder Ottheinrichs. Auch Impulsvorträge zu Verwandlung, Metamorphosen, Sprechende Hände stehen auf dem Programm der allesamt profunden Stadtführer.

Besonders empfehlen kann man auch die Kinderführung, am 22.März, die zu einer Zeitreise mit Musik und Tanz werden soll.

Eine Anmeldung zu den einzelnen Führungen ist nicht notwendig. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr an der Schlosskasse.

Mit dem Ticket kann auch die Sonderausstellung der Bayerischen Schlösserverwaltung, „Ehebande – (Ohn)Macht der Frauen?“ besichtigt werden:

Neue Reihe – „Sonntags im Schloss ND“