Internationales Holocaust-Gedenken im Katharinengymnasium
Gestern, am Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor nun 81 ...
Wie vielen Menschen bei den großen Ingolstädter Faschingsbällen derzeit ist bewusst, dass sie diese Räumlichkeiten, den Festsaal, die weitläufigen Foyers des Hämerbaus höchstens noch ein weiteres Mal genießen können?
Dann wird es dunkel im Hämerbau. Kein Theater, keine Konzerte, kein Kabarett, keine Hochzeiten und Messen, kein junges Theater, keine Kunstausstellungen, kein Café International mehr. Für viele Jahre. Denn wann wird die Stadt Ingolstadt das Geld für die seit 25 Jahren anstehende Sanierung haben?
Es wird also viele Leidtragende geben. Nicht nur die sog. Elite, wer auch immer das sein mag. Das Stadttheater Ingolstadt bemüht sich unter der Intendanz von Oliver Brunner verstärkt, weitere Kreise der Stadtgesellschaft mit vielen Begegnungsformaten anzusprechen.
Unter dem Motto „Stimmen fürs Theater“ hatte das Stadttheater Ingolstadt zu einem Pressegespräch eingeladen. Gastgeberin war die Stadtdramaturgin des Theaters, Lisa Maria Schacher.
Letzten Sonntag haben wir darüber berichtet, wie eine Erzieherin, ein Jugend-Sozialarbeiter und eine Gymnasialdirektorin die positiven Wirkungen eines Kontakts mit dem Theater auf Kinder und Jugendliche beschreiben. Sie können den Podcast noch nachhören.
Heute kommen Vertreterinnen des Café International und der Critical Friends, Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, zu Wort, die sich bemühen, durch ihre eigenen Erfahrungen Berührungsängste mit dem Theater abzubauen.
Selver Bulut Ist im Vorstand des türkischen Kultur- und Bildungsvereins Mozaik und ihr erste Begegnung mit dem Hämerbau war – ziemlich typisch für die türkische Community in Ingolstadt – ihre Hochzeit im Theater-Festsaal.
Stadtdramaturgin Lisa Maria Schacher hat ein weiteres interkulturelles Begegnungsformat entwickelt. Cultural Bites. Da geht es ums Kochen, Essen und Geschichten erzählen. (Wieder am 4. März im Augustin-Stadtteiltreff)
Und wer nicht alleine ins Theater gehen möchte, für den bieten die Critical Friends seit neuestem unter dem Motto „Solo war gestern“ auch die Vermittlung einer Begleitung an. Cristina Seeger , gebürtige Rumänin, ehemalige Vorsitzende des deutsch-rumänischen Freundeskreises und Mitglied des Migrationsrats, genießt es, in Hauptproben zu gehen und danach ausgiebig über Stück und Inszenierung zu diskutieren und ein Feedback zu geben.
Das Café International bietet für Geflüchtete und für Ehrenamtliche aus Ingolstadt 2 mal in der Woche im Vorraum der Werkstattbühne eine Begegnungsmöglichkeit an. Barbara Blumenwitz vom Amt für Soziales in der Stadt ist seit der Gründung vor 10 Jahren dabei.