Equal Pay Day mit Lady Bitch Ray
Zum Equal Pay Day in der Wellness-Oase: Dr. Reyhan Şahin, vielen ...
Es gibt viele Möglichkeiten, etwa durch Gesten und Körpersprache, sich auch ohne Stimme und als taube Person verständlich zu machen. Selbst wenn man keine Gebärdensprache versteht. Denn man kann Worte auch tanzen! Und es kann einen Riesenspaß machen, dabei zuzusehen.
Wie fantasievoll dies möglich ist und wie lustig und unterhaltsam das sein kann, hat das Trio „baff“ aus Berlin mit ihrer hinreißenden visuellen Performance für taubes und hörendes Publikum ab 6 Jahren „O, die ShOw“ über Buchstaben und Wörter in der Werkstattbühne gezeigt. Das Gastspiel war ein Highlight im Rahmen des integrativen Festivals „Besondere Blickwinkel“.
Am Anfang wird eine kleine GEschcihte erzählt, mit Stimme und von Jan Kress auch in Gebärdensprache, aus der sich einige Worte für die weiteren Spiele ergeben. Ausgangspunkt ist der Buchstabe O, ein Kreis.
Ein O kann ein kreisrunder Lichtkegel sein, magisch beleuchtet, in den die drei Darstellenden springen und aus dieser Energie ihre nächste kreative Idee speisen.
Ein O kann man mit den Fingern bilden oder ziemlich akrobatisch mit drei Körpern, ein O kann zum imaginären Ball werden, den man sich zuspielt oder zu einem Omelette, das man in einer Pfanne hochwirft oder zu einem unsichtbaren Hulahoop-Reifen, den die drei mit unterschiedlicher Geschicklichkeit mit ihren Hüftbewegungen zum kreiseln bringen.
Auch ein Lenkrad und Autoreifen betehen aus einem Kreis, also aus einem O. Und so spielen die drei ohne weitere Requisiten, dass sie in einem Auto sitzen, die Gurte anschnallen und eine kurvenreiche Schlaglochpiste eintlangfahren
Mit dem Finger, mit dem ganzen Körper oder mit der Nase zeichnen die drei PerformerInnen Figuren in die Luft, und die Zusehenden dürfen in einem Notizblock aufmalen, was sie erkannt haben. Ein O mit Strahlen: eine Sonne, ein O als Kopf eines Manschkerls, zwei Kreise mit 2 Strichen verbunden: ein Paar Kirschen und schließlich ein Roller.
In einem 2. Spiel können die drei Darstellenden drei Buchstaben darstellen. Ein O , ein T, und ein R. Und mit einem Schlag auf einen Würfel kann man von einem Buchstaben zum anderen scrollen, damit Worte wie Ort, Tor oder Rot entstehen. Und ein paar Kinder dürfen auf die Bühne, um es auszuprobieren.
Ein 3. Spiel:
Wie lustig kann es sein, wenn ein Begriff tänzerisch ausgedrückt wird, und die Kinder und Erwachsenen raten dürfen, war das jetzt a) der Begriff witzig oder b) Zeit oder c) gefährlich?
Kinder aus der Regens-Wagner-Schule aus Hohenwart mit Förderschwerpunkt Hören waren am Freitag zur Aufführung in die Werkstattbühne gekommen. Und diese Schülervorstellung für taubes und hörendes Publikum hat alle vereint. Denn niemand war benachteiligt. Weder die Hörenden, die aber keine Gebärdensprache verstehen noch die Tauben. Und Kinder und Erwachsene hatten die gleichen Chancen, mit ihrer Phantasie und ihrem Einfühungsvermögen diese tänzerisch spielerische Kommunikation mit Gesten und Körper zu verstehen. Und „O, die ShOw“, war auch theatralisch, etwa durch Lichteffekte, Buchstabenprojektionen auf Körper, das Spiel mit Würfeln gespickt mit sinnlichen Überraschungen.
Nach der Vorstellung traf ich zwei der drei Darstellendenden, Julia Keren Turbahn und Jan Kress, mit dem ich über die Gebärdendolmetscherin Neely de Jong, Kommunikationsassistentin der Produktion, kommuniziert habe zum Gespräch …
Foto: Philipp Weinrich