"Opening Night" – Auftaktpremiere am Stadttheater IN
Der Titel klingt sehr passend für die erste Premiere der neuen ...
Einen so überwältigenden Erfolg hat das Stadttheater Ingolstadt schon lange nicht mehr erlebt wie mit dieser ebenso liebevoll wie fulminant modernisierten Version von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ für Schauspielensemble, die in der Inszenierung von Philipp Moschitz letzten Samstag im Großen Haus Premiere hatte. Mit einem sensationellen Erfolg für das großartig singende Ensemble und einer Inszenierung, die das Ambiente eines Vaudeville-Schauspieler-Karrens mit poppig-punkigem Spektakel verbindet und die Figuren bei aller schrägen Optik mit großer menschlicher Wärme auflädt. Und Mozarts Musik und die Originaltexte von Emanuel Schikaneder kommen dabei keineswegs zu kurz. Zwischenapplaus nach jeder Nummer und endloser Jubel und Standing Ovations beim ebenfalls choreographierten Applaus. Regisseur Philipp Moschitz ist ein Meisterstück, gespickt mit rasanten Stil- und Stimmungsbrüchen, gelungen. Seine Inszenierung ist nicht nur effektvoll gestylte Show, sondern atmet ganz viel Herzblut für die Feinheiten des Theaters von einer ausgefeilten Beleuchtung bis zu liebevollen Details in der Charakterisierung der Figuren. Er kann in perfektem Timing opulent-schräge Bilder zaubern und Musicalknaller-Momente entfachen, lässt den Figuren aber auch immer wieder überraschend Raum für zartes Kammerspiel.
Überwältigend, wie das Ingolstädter Ensemble hier seine musikalischen Fähigkeiten zeigen kann!
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Foto: Hannes Rohrer