Pop-Art-Künstler Jim Avignon als Zeitchronist – im Neuen Kunstverein Pfaffenhofen
Comichaft aber vielschichtig erzählt der Pop-Künstler Jim Avignon aus Berlin in ...
„Von anfang und ende“ hat der überwiegend in Eichstätt lebende Künstler Rudolf Ackermann seine letzte große Ausstellung letzten Herbst in der Ingolstädter Harderbastei genannt. Nun, letzten Montag, ist er 90jährig verstorben. Seine Graphischen Zyklen, vor allem Holzschnitte zeigten einen Lebenskreis zwischen entspanntem Eintauchen in italienische Landschaften in zarten Aquarellen und ernsten, schwarz auf weiß in Holz geschnittenen Todessymbolen.
Rudolf Ackermann , der nach seinem Studium an der Münchner Kunstakadamie auch ein hochgeschätzter Kunstpädagoge an Gymnasien und an der KU Eichstätt war, hat über 6 Jahrzehnte das in Holz geschnitten, gezeichnet oder aquarelliert, was ihn persönlich bewegt, berührt oder manchmal auch amüsiert hat.. Oft in der geistigen Auseinandersetzung mit Literatur vom Mittelalter bis zu T.S. Elliot und Ingeborg Bachmann,. Auf seine unverkennbare Weise. Großzügig, oft fragmentarisch, und in der Schwebe zwischen Abstraktion und Figuration.
Ein zentraler Zyklus der letzten Jahre hieß „Der Ackermann und der Tod“, der auf Illustrationen aus dem 15. Jahrhundert des gleichnamigen Gedicht von Johannes von Tepl beruht.
Seine Herkunft aus Böhmen spielte für Rudolf Ackermann immer wieder eine Rolle. Als Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmanns Gedicht „Böhmen liegt am Meer“, aber auch als realer Sehnsuchtsort der eigenen Kindheit, Erinnerungsskizzen und Recherchen der sehr besonderen Art.
Rudolf Ackermann hat in den Landschaften in Italien und in Eichstätt neue Heimaten gefunden und ganz entspannt künstlerisch umgesetzt.
Beides, der heiter gelassene Umgang mit seiner Umgebung und die schwierige, weil immer tiefer schürfende Sinnsuche in sich selbst hat in Rudolf Ackermanns Kunst ihren Niederschlag gefunden. Nun ist Rudolf Ackermann im Alter von 90 Jahren verstorben. Leonore Weiss schreibt im Namen des Berufsverbands Bildender Künstler*innen der Region: „Auch wenn er selbst uns nichts mehr erzählen wird, das Werk von Rudolf Ackermann wird weiter sprechen, für und über ihn. Lieber Rudolf, eine letzte gute Wanderung“