Donaulimes im Alten Messpegelhaus
Um die Donau als Grenze des römischen Reichs geht es derzeit ...
Die Erzählung „Kassandra“ von Christa Wolf ist ein interessanter, aber nicht leicht zu lesender Text über die Seherin aus der antiken Mythologie und den Trojanischen Krieg. Daraus vorzulesen würde die Konzentrationsfähigkeit von Zuhörenden stark fordern und wahrscheinlich überfordern.
Die Schauspielerin, Musikerin, Sängerin Miriam Haltmeier, die als Gastschauspielerin in Horvaths „Kasimir und Karoline“ am Stadttheater Ingolstadt zu sehen war, hat die faszinierende Form eines „musikalischen Sprachkonzerts“ gefunden, um diesen Text verständlich, packend und emotional in einer Stunde zu vermitteln. Mit ihrer Loopmaschine erzeugt sie mehrstimmige Klänge, sampled düsteres Pochen und Atmen, sie kreiert aber auch englisch gesungene Songähnliche Fragmente etwa über hope, die Hoffnung, die die überwiegend düsteren Erzählpassagen aufhellen.
„Kassandra Reloaded“ von und mit Miriam Haltmeier war letzten Freitag im Blauen Salon des Ingolstädter Theaterrestaurants „Backstage“ zu erleben.