Historische Stadtführung „g’sündigt, g’straft, g’richt“
Frauen am Pranger oder Schweine am Galgen...Die Premiere der Erlebnisführung „Gsündigt, ...
„Endlich! Fleißer trifft Horvath“ . Sie hören Auszüge aus einer Lesung mit Musik zum 125. Geburtstag der beiden literarischen Größen Marieluise Fleisser und Ödon von Horvath, die im April in Ingolstadt und Murnau stattgefunden hat.
Marieluise Fleißer und Ödon von Horvath wurden beide vor 125 Jahren geboren. Sie haben sich wohl nie getroffen. Obwohl sie derselbe Jahrgang sind und beide an der Münchner Uni Theaterwissenschaften studiert haben.
Eine Lesung mit Musik in Ingolstadt und Murnau hat die beiden nun miteinander in einen Austausch gebracht. Ihre Aussagen zum eigenen Schreiben und zu den „einfachen Leuten“ als Protagonisten und Auszüge aus ihren literarischen Texten, aus Erzählungen und Theaterstücken zu Themen wie Geschlechterbeziehung oder aufkommendem Faschismus brachten die beiden nun in eine, wenn auch fiktiven, Dialog. „Endlich! Fleißer trifft Horvath“ lautete der Titel.
Entwickelt haben den Abend die Marieluise-Fleißer-Gesellschaft Ingolstadt und die Ödon-von Horvath-Gesellschaft Murnau. In Ingolstadt fand die Veranstaltung im voll besetzten Altstadttheater im Rahmen der Ingolstädter Literaturtage statt.
Andreas Betz, Vorsitzender der Fleißergesellschaft hat mit Klaus Gültig, dem Neffen der Fleißer und Gabi Rudnicki von der Horvathgesellschaft die Textauswahl zusammengestellt.
Die Schauspielerin Ingrid Cannonier, die viele Jahre lang Ensemblemitglied des Stadttheaters Ingolstadt war und der auch aus vielen Fernseh-Serien bekannte Schauspieler Michael Grimm saßen vor einem roten Vorhang nebeneinander auf einer Holzbank – als Sprachrohre von Fleißer und Horvath.
Das Trio Carola Schlagbauer, Werner Breuer und Franz Schlagbauer setzte mit Kurt Weill aber auch Schostakowitsch in der originellen Besetzung Klavier, Horn und Tuba sehr passende musikalische Akzente.