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Es gibt Abende, da bleibt der Fernseher aus – und trotzdem wird es nicht langweilig. Im Gegenteil: Bei der Ingolstädter Lesebühne „Besser als Fernsehen“ treffen Literatur, Musik, Comedy und vor allem die unmittelbare Begegnung mit dem Publikum aufeinander.
Seit Jahren laden die Gastgeber Pascal Simon, Jens Rohrer und Dominik Neumayr dazu die verschiedensten Künstler*innen aus Bayern ein. Dieses Mal waren die Münchener Krimiautorin Martina Pahr und die Regensburger Musikerin und Autorin Ronja Künstler zu Gast.
Martina Pahr bezeichnet das Format der Lesebühne als „Kultur auf Tuchfühlung“ – und sich selbst als „Welt-Erkunderin“ und „Killerqueen of Schrebergarten“. Erst spät hat sie das Schreiben für sich entdeckt – nach einer Karriere als Reiseleiterin und als Redakteurin bei Privatsendern und in der PR. Inzwischen veranstaltet sie eigene Lesebühnen und tritt auch auf Poetry Slams auf. Ihre skurrilen Krimis aus der Schrebergartenszene sorgten beim Publikum für viele Lacher.
Eine Lesebühne ist eben mehr als eine Lesung. Texte werden hier nicht einfach vorgelesen – sie bekommen eine Stimme, einen Rhythmus und die unmittelbare Reaktion des Publikums.
Und bei Ronja Künstler aus Regensburg kommt noch eine zweite Ebene dazu: die Musik. Sie ist Musikerin, Singer-Songwriterin, Autorin und verbindet damit mehrere Formen des Erzählens, die sich auf der Bühne wunderbar ergänzen.
Martina Pahr und Ronja Künstler haben gezeigt, wie unterschiedlich Geschichten auf einer Bühne lebendig werden können – mit Worten, mit Musik und vor allem im direkten Kontakt mit dem Publikum.
Und vielleicht liegt genau darin der Reiz einer Lesebühne: Man weiß vorher nicht ganz genau, was einen erwartet. Kein fertiges Programm aus der Konserve, sondern ein Abend, der erst im Zusammenspiel von Künstlern und Publikum entsteht.
„Besser als Fernsehen“ gibt es regelmäßig im KAP94. Und wer neugierig geworden ist, kann sich schon auf die nächste Ausgabe am 1. Oktober freuen.