Daniel Schreiber war mit seinem Essay „Allein“ bei den Ingolstädter Literaturtagen
Mit sehr persönlichen Erfahrungen, aber vor dem Hintergrund der ausgiebigen Lektüre ...
Was hier so herrlich beschwingt klingt, ist das Quirin Hörner Quartett – eine junge Jazzcombo mit Susi Lotter am Bass, Quirin Hörer an der Posaune, Florian Mädl an den Keys und Maximilian Wallrap am Schlagzeug. Letzterer spielt nicht nur ein Instrument, sondern auch eine Rolle bei den diesjährigen Ingolstädter Jazztagen.
Im Pressegespräch im Ingolstädter Stadttheater stellten die Organisatoren das Programm vor. Kürzer fällt es aus als in den Vorjahren – dafür ist vom 7. biszum 14. November jeden Tag Jazzmusik zu erleben – von der kleinen Kneipen-Jam-Session bis zum Grand Concert. Die künstlerische Leitung hat zum dritten Mal der Jazzschlagzeuger, Komponist, Bandleader und Echo-Preisträger Wolfgang Haffner inne.
Zu diesem Orga-Team gehören Matthias Neuburger und Joey Finger, die mit Wolfgang Haffner auch die Klippen der Budgetkürzung umschifft haben.
Die Jazztage beginnen am Samstag, 7. November um 20 Uhr im Festsaal des Stadttheaters mit ihrem „Grand Opening“ – einem entspannten Abend mit Gala-Charme. Musikalischer Mittelpunkt ist die Stromlos Big Band, die preisgekrönte Jugend Bigband der Kunst- und Kulturbastei unter der Leitung von Robert Aichner. An diesem Abend wird auch der Jazzförderpreis 2026 vergeben – an den jungen Schlagzeuger Maximilian „Max“ Wallrap.
Auf den Joungstar folgen am 8. November echte Festival Urgesteine – Batter my Soul sind seit 20 Jahren bei den Ingolstädter Jazztagen zu erleben. Sie werden zu diesem Anlass in der Urbesetzung von 2006 in der Matthäus Kirche den Sonntagsgottesdienst musikalisch gestalten.
Selber Tag – andere Kirche. In St. Augustin erlebt das Publikum ein besonderes Aufeinandertreffen unter dem Titel MEMENTO – orchestral experience.
Das erste von zwei Grand Concerts bestreitet der künstlerische Festivalleiter dann am 9. November selbst – zusammen mit drei weiteren Größen des Jazz, nämlich Nils Landgren, Michael Wollny und Lars Danielsson.
Wärmstens empfohlen wird von Wolfgang Haffner die Jazzparty am 13. November. Die bringt das Stadttheater zum vibrieren – mit hochkarätigen Acts, die für sich schon besten Konzertgenuss garantieren. Auf den Bühnen stehen unter anderem die Heavytones, Till Brönner, Electro Deluxe oder Nik Bärtsch´s Ronin.
Ein wichtiger Bestandteil der Ingolstädter Jazztage ist die Nachwuchsförderung. Junge Talente stehen nicht nur auf der Bühne, es wird auch in Workshops und gemeinsamen Sessions mit Jazzprofis gearbeitet. Verantwortlich für diesen Teil des Festivals ist Joey Finger, der selbst 2011 den Jazzförderpreis der Stadt bekommen hat.
Unbedingt vormerken: Jazz in den Kneipen am 12. November in der Ingolstädter Innenstadt. Am Tag danach – kann man dann einem ziemlich wahnsinnigen Experiment in der städtischen Galerie im Thater beiwohnen. Es nennt sich Jazz:Lab.
Ein Festival von überregionaler Strahlkraft hat Ingolstadts Kulturreferent Marc Grandmontagne die Jazztage beim Pressegespräch genannt. Eines, das in Zukunft ohne den wichtigsten Spielort auskommen muss. Ja, es war wie bei allen Terminen, die derzeit im Stadttheater stattfinden – es schwingt Abschiedsstimmung mit. Zum letzten Mal sind die Jazztage hier zu Gast.
So kann ein Ticketkauf auch zum Statement werden – für die Jazztage und damit den
Kulturstandort Ingolstadt.
Den kompletten Überblick über alle Konzerte der Jazztage 2026 ermöglicht ein Programmheft, das in Ingolstadt ausliegt. Natürlich sind die Termine auch online zu finden – unter anderem unter www.ingolstadt.live.
Foto: Reinhard Dorn