Konstruktive Kritik unter schreibenden Kollegen: Der Autorenkreis Eichstätt
Kritik zu zulassen und sich mit den eigenen Werken auch kritisch ...
Vier Musikerinnen und Musiker, vier Instrumente und ein Klangkörper: Das Berliner Notos-Quartett war im Ingolstädter Festsaal zu Gast beim ersten Abonnement-Konzert in dieser Saison. Auf Einladung des Konzertvereins präsentierte das Ensemble Klavierquartette von Wolfgang Amadeus Mozart, Gabriel Fauré und Robert Schumann.
Das Notos-Quartett ist dabei nicht nur für seine musikalische Qualität und seine ungewöhnlichen Programme bekannt. Das Ensemble hat auch immer wieder gesellschaftlich Stellung bezogen. 2018 gab es den Echo-Klassik zurück – aus Protest dagegen, dass bei der Echo-Pop-Verleihung ein Album mit antisemitischen Inhalten ausgezeichnet worden war.
Seit 2024 spielt das Quartett in neuer Besetzung: mit Sindri Lederer an der Violine, Andrea Burger an der Viola, Benjamin Lai am Violoncello und Antonia Köster am Klavier. Mit Antonia Köster habe ich nach dem Konzert über die besondere Kunst des Klavierquartetts, über die Musik des Abends und über die Frage gesprochen, was ein Ensemble heute durch die Musik und über die Musik hinaus gesellschaftlich bewegen kann.
Mozart, Schumann und Fauré – drei musikalische Welten, die das Notos-Quartett an diesem Abend im Ingolstädter Festsaal miteinander verbunden hat.
Und vielleicht ist genau das eine der besonderen Stärken dieses Ensembles: Bekanntes und Unbekanntes zusammenzubringen, musikalische Grenzen auszuloten und dabei immer auch den Blick über die Musik hinaus zu richten.
Für das Notos-Quartett geht die Konzertreise nun weiter. Und wer neugierig geworden ist auf die selten gespielten Werke, die das Ensemble neben dem klassischen Repertoire immer wieder entdeckt, kann sich auch mit dem aktuellen Album „Paris Bar“ auf eine musikalische Reise in die Pariser 1920er- und 1930er-Jahre begeben.
Unser Gespräch mit Pianistin Antonia Köster war ein Rückblick auf einen Konzertabend, der gezeigt hat, wie lebendig, wie unmittelbar und wie demokratisch Kammermusik sein kann.