Simon-Mayr-Medaille für die Musiker Igor Loboda und Franz Zäch

Simon-Mayr-Medaille für die Musiker Igor Loboda und Franz Zäch

Seit 25 Jahren verleiht die Stadt Ingolstadt die nach dem in Ingolstadt und Italien tätigen Komponisten Johann Simon Mayr benannte Medaille an Menschen, die  das kulturelle Leben in Ingolstadt besonders bereichert haben.

Letzte Woche wurde im Alten Rathaus von OB Dr. Michael Kern die Simon-Mayr-Medaille an 2 Musiker verliehen, die  beide auch komponieren bzw. arrangieren. Und beide sind sehr bekannt im öffentlichen Leben von Ingolstadt.
Der eine, der Geiger und Komponist Igor Loboda, stammt aus Georgien, war Mitglied des Georgischen Kammerorchester und hat sich auch solistisch in die Herzen der Ingolstädter gespielt.
Franz Zäch ist ein Ingolstädter Gewächs. Er war Leiter der Städ. Sing-  und Musikschule Ingolstadt, die inzwischen ja auch Simon-Mayr-Musikschule heißt, hat dort jahrzehntelang Blasinstrumente unterrichtet und war und ist etwa mit der Zandter Blasmusik und anderen Bläserformationen bei  vielen Anlässen und eigenen Konzertreihen sehr präsent im Kulturleben der Stadt.

Igor Loboda wird wegen seiner virtuosen und mitreissenden Spielweise, wenn er als Solist auftritt, gerne als „Teufelsgeiger“ von Ingolstadt bezeichnet. Weil er mit so viel Herzblut und auch Temperament spielt. Und er kann auch Jazz. Mit dem verstorbenen Cellisten Surab Shamugia ist er oft im Duo aufgetreten. Inzwischen im Ruhestand, war er seit 1981 Mitglied des Georgischen Kammerorchesters und kam mit dem Orchester vor 36 Jahren nach Ingolstadt. Er hat hier auch an der Simon-Mayr-Musikschule unterrichtet. Weit über die Region hinaus hat er sich auch als Komponist einen Namen gemacht. So renommierte Solisten wie Gidon Kremer, Masha Dimitrieva, Raphaela Gromez oder Lisa Batiaschvili führen seine Werke auf. Da gibt es etwa das berührende Requiem für die Ukraine, aber oft auch viel Witz und Ironie und natürlich von seiner Heimat Georgien inspirierte folkloristische Elemente  in seinen Kompositionen.

,Franz Zäch gehörte zu den Gründungsvätern der  Sing- und Musikschule in Ingolstadt, die 1974 ihren Betrieb aufnehmen konnte, und er war von 2008– 2015 deren Leiter. Unterrichtet hat er dort bereits ab 1975, noch während seines Trompeten- und Posaunenstudiums an der Münchner Musikhochschule. Ob als Leiter der Zandter Blasmusik, die auch mit Musik aus Alt-Ingosltadt im Innenhof des neuen Schlosses  vergessene unbekannte musikalische Perlen Ingolstädter Militärmusiktradition ausgraben hat, ob als Leiter der Musikschule und als Lehrer in verschiedenen Blasinstrumenten oder mit der Zandter Blasmusik: Immer hat  Franz Zäch die Freude am gemeinsamen Musizieren vermittelt. Und das macht er noch heute. Auch mit seinem neuen Projekt „Kleine Harmonie“, bei dem mit historischen Instrumenten Hausmusik gemacht wird.

Simon-Mayr-Medaille für die Musiker Igor Loboda und Franz Zäch