Daniel Schreiber war mit seinem Essay „Allein“ bei den Ingolstädter Literaturtagen
Mit sehr persönlichen Erfahrungen, aber vor dem Hintergrund der ausgiebigen Lektüre ...
2026 kann das Kloster Gnadenthal in Ingolstadt ein großes Jubiläum feiern. Seit 750 Jahren sind Franziskanerinnen hier tätig. Sie haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die immer wieder dazu geführt hat, sich neue Aufgabenfelder und ein neues Selbstverständnis zu suchen.
Schwerpunkte lagen zunächst im Caritativen, dann im Kontemplativen, schließlich ergab sich nach der Säkularisation ab 1829 die Möglichkeit der Gründung von Mädchenschulen. Während der Nazizeit wurde ihnen das Unterrichten verboten, einige emigrierten als Missionarinnen nach Brasilien und betreiben dort bis heute Schulen und Kinderheime, ab 2008 sind sie auch in Angola tätig, nachdem die Gnadenthalschulen mit weltlichem Lehrpersonal besetzt und der Diözese Eichstätt unterstellt wurden.
Das Kloster Gnadenthal enthält Kunstschätze, die normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind und die nun im Laufe des Jubiläumsjahres 2026 im Rahmen einiger Veranstaltungen zu sehen sein werden: eine historische Apotheke, eine sog. Hl. Treppe, eine ursprünglich von den Jesuiten stammende Statue des Hl. Michael mit Schwert und Waage, eine barocke Ganzjahreskrippe, der als sogenannter Wundergarten ausgemalte Raum und viele kunsthandwerkliche Schätze wie Fatschenkindl, feinste Handarbeiten wie Paramente, die die Klosterschwestern meist in schwerer Zeit angefertigt haben. Vieles davon wird zum Jubiläumsjahr 2026 bei einigen Veranstaltungen zu sehen sein, so am 24., 25. Und 31. Januar eine Ausstellung mit Kunstwerken der 1991 verstorbenen Schwester Euphemia Blaschke.
Auskunft geben die Oberin, Schwester Edith, und Historiker Dr. Gerd Treffer
Foto: Gert Schmidbauer