„Klingsors letzte Stunde“: Berührender Theaterabend mit Liedern über Hermann Hesse im Altstadttheater
Ein wunderbarer musikalischer Theaterabend über Hermann Hesses Leben, sein literarisches Werk ...
Über 35.000 Kinder und Jugendliche werden vom Jungen Theater Ingolstadt jedes Jahr bespielt. Und das meint: nicht nur für eine Stunde bespaßt. Welche positiven Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche der Kontakt mit dem Theater hat, davon erzählten eine Erzieherin, eine Gymnasialdirektorin und ein Jugend-Sozialarbeiter.
Unter dem Motto „Stimmen fürs Theater“ hatte das Stadttheater Ingolstadt zu einem Pressegespräch eingeladen. Gastgeberin war die Stadtdramaturgin des Theaters, Lisa Maria Schacher.
Zu Wort kamen aus der Stadtgesellschaft auch Vertreterinnen der Critical Friends, des Café International und eines türkischen Kulturvereins. Darüber berichten wir in einer weiteren Sendung des Kulturkanal.
Heute konzentrieren wir uns auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. Von Wurzeln, die Kinder mit Migrationshintergrund durch den Besuch des Hämerbaus in der Altstadt in ihrer neuen Heimat schlagen können wird da die Rede sein, oder von einer ganz neuen Selbstwahrnehmung, wenn junge Menschen selbst mitspielen dürfen und von dem besonderen Wert der Live-Begegnung mit anderen Figuren, Ideen und Lebensperspektiven auf der Theaterbühne.
Der Theatervermittlung ist es in den letzten Jahren gelungen, die Kontakte zu Kitas und Schulen durch viele Begegnungs- und partizipative Formate über den Theaterbesuch hinaus zu intensivieren. Aber: Das Junge Theater kann bereits jetzt die große Nachfrage nach Aufführungen für Kitas und Schulen nicht erfüllen, und es wird absehbar ab nächster Spielzeit schlimmer. Denn das Junge Theater in der Werkstattbühne hat noch keine neue Bleibe, wenn der Hämerbau mit Festsaal und eben auch dem Jungen Theater geschlossen werden muss.
Michaela Unterforsthuber, seit 30 Jahren Erzieherin, berichtet über ihre Erfahrungen in einem städtischen Kindergarten mit über 50 % Migrationsanteil.
Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit durch Theater haben die Rapper des Jugendkulturbox Spot gemacht, von denen Florian Walter vom StJR erzählt.
Bärbel Köstler-Finkenzeller ist Direktorin des Ingolstädter Reuchlingymnasiums, das als erstes bayerisches Gymnasium als Kulturschule zertifiziert wurde. Auch sie beschreibt wie wichtig, das Lernen im Theater ist.
Kann dies alles in Zukunft weiter gewährleistet werden, wenn der Hämerbau nicht mehr nutzbar ist. Es gibt Ideen, aber noch keine Lösung für die Zukunft, bestätigt Julia Mayr, die Leiterin des Jungen Theaters.