„Das kleine Gespenst“ im Jungen Theater Ingolstadt

„Das kleine Gespenst“ im Jungen Theater Ingolstadt

Eine leere Bühne. Zumindest sieht es so aus. Irgendetwas braun abgedecktes steht da hinten in der Mitte. Und aus diesem Nichts entfalten sich als variable, aufklappbare Holzkulissen die Burg Eulenstein  als nächtliche Wehrburg und als erleuchtete Palastfassade bei Tag, eine Standuhr,  ein Baum für  Schuhu, den Uhu, ein Brunnen, ein gotisches Rathaus und eine Gartenlaube, und unter dem Bodentuch liegen  unheimliche verwinkelte Geheimgänge.  
Und das Wichtigste: Das mit Spannung erwartete Kleine Gespenst, das  zur Geisterstunde aus seiner Kiste auf dem Dachboden ausfliegt, ist nichts weiter als ein Tuch, mal weiß, mal gelb, mal rot, das sich sogar mit nur einer Hand führen und flattern lässt. Es ist also  wunderbar geeignet zum Nachspielen für die Kinder zuhause. Und das alles kann als mobile Produktion leicht transportierbar in  Kitas und Grundschulen seinen Zauber entfalten.

Benjamin Dami und Ben Engelgeer vom Jungen Theater Ingolstadt erzählen und spielen Ottfried Preußlers Kinderbuchklassiker „Das Kleine Gespenst“.  Letzten Samstag war Premiere in der Werkstattbühne des Stadttheaters Ingolstadt. Regisseurin Orthey Stoll ist gemeinsam mit der Ausstatterin Milena Keller  mit einfachen und dennoch überraschenden Mitteln eine sehr kindgerechte, fantasievolle und vergnügliche Umsetzung gelungen, bei der auch die Kinder mit Rat und Tat mithelfen dürfen.

Foto: Germaine Nassal

„Das kleine Gespenst“ im Jungen Theater Ingolstadt