Mit Klang und Tanz die Architektur erkunden: Baustellenkonzert der Audi Sommerkonzerte im MKKD
An die 1000 Besucherinnen und Besucher waren am Samstag und Sonntag ...
Im Ausstellungsraum der Galerie im Stadttheater Ingolstadt ein Parcours aus Kleinmöbeln unterschiedlicher Geschmacks- und Stilrichtungen. Tische, kleine Kommoden, Beistelltische. Manche sind umgestürzt oder liegen auf der Seitenfront. Und auf jedem dieser Möbelstücke steht ein Blumenstrauß mit handgeschriebenen Zetteln in der selben Schrift. Darauf stehen Sätze wie „Ich habe es drei Jahre ertragen und habe die Geschenke zeitweilig als Schmerzensgeld , für die Wunden, die er mir innerlich zufügte, betrachtet.“
Dazu gibt es eine Soundcollage von Musikerinnen wie Withney Housten, Rihanna oder Tina Turner, deren Erfolg und Selbständigkeit sie auch nicht vor toxischen Beziehungen bewahrt hat.
Die Künstlerin Belia Zanna Geetha Brückner zeigt in ihrer Ausstellung „Nothing I ever wanted“, dass möglicherweise mit einem Geschenk, einem Blumenstrauß nach einem Streit oder einer Auseinandersetzung Versöhnung oder Vergebung eingefordert oder erwartet wird. Einen solchen Zusammenhang zwischen Gewalt und Geschenken hat die Künstlerin in vielen Gesprächen recherchiert.
Eine Jury hat ihre Konzeption für das FEM*festival aus vielen Bewerbungen aus ganz Deutschland ausgewählt, vielleicht auch deswegen, weil hier häusliche Gewalt nicht brutal dargestellt wird, sondern sichtbar macht, dass der Schein eines harmonischen Zuhauses trügen kann.
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Vernissage: Do, 26.2., 20 Uhr, Städtische Galerie im Stadttheater Ingolstadt
Zur Einführung spricht die Direktorin des Museums für Konkrete Kunst Dr. Theres Rhode. Anschließend spielen und singen Sisterhood-Sängerinnen zugunsten der Vereins „Wirbelwind“ , der Hilfe bei sexualisierter Gewalt anbietet. Die Veranstaltung ist gleichzeitig die Eröffnung des diesjährigen Ingolstädter FEM*Festivals. Der Eintritt ist frei.
Foto vom Ausstellungsaufbau