Glanzvoll:Die Audi-Jugendchorakademie mit „Elias“
Was die jungen Akteure der Audi- Jugendchorakademie bei der Darbietung des ...
„Sie sind gelaufen, damit ich gehen kann“, stellt die Sängerin und Komponistin Nihan Devecioglu am Ende dieses Theaterabends fest, in dem sie mit eigenen Songs und Videoaufnahmen mit Zeitzeuginnen von der ersten Generation türkischstämmiger Arbeiterinnen im BMW-Werk und ihren eigenen Erfahrungen als Kind in einem fremden Land erzählt.
„Yoldas – Frauen, die einander halten“ war gestern im Rahmen des FEM*Festivals im Studio im Herzogskasten des Stadttheaters ingolstadt zu erleben.
Die Sängerin und Komponistin Nihan Devecioglu hat einen wunderbar poetischen, musikalischen und dokumentarischen Abend kreiiert und damit sehr persönlich der ersten Generation türkischer Migrantinnen ein Denkmal gesetzt. Sie kommen in Videos zu Wort, jetzt, nachdem sie alt und gebrechlich sind wie ihre Tante Emine und deren ehemalige Kolleginnen, die Freundinnen geworden sind.
Zunächst erzählt Nihan Devecioglu von ihrer eigenen Kindheit als nicht blondes Mädchen in einem Münchner Kindergarten in den 1980er Jahren. Sie hat selbst dieses Gefühl der Fremdheit erlebt, weil sie die Sprache nicht spricht, sie kennt das Gefühl nicht dazuzugehören, obwohl sie beim Maifest auch ein Dirndl trägt. Sie erlebt mit, wie ihre Mutter verzweifelt, weil sie sich an der Supermarktkasse nicht verständlcih machen kann. Und mit dieser eigenen Erinnerung an diese Unsicherheiten, Ängste und Sehnsüchte ihrer Kindheit entwicklet Nihan Devecioglu poetische Lieder über die Gefühle der Elterngeneration. …
Sie hören auch ein Gespräch mit Nihan Devecioglu.