Frühjahrskonzert der Audi Bläserphilharmonie mit Martin Gregorius im Ingolstädter Münster

Frühjahrskonzert der Audi Bläserphilharmonie mit Martin Gregorius im Ingolstädter Münster

Musikalischer Dialog von Atem und Raum:Bei ihrem Frühjahrskonzert erkundete die Audi Bläserphilharmonie mit Organist Martin Gregorius und Dirigent Kai Häffner im Ingolstädter Liebfrauenmünster neue Klangdimensionen.

Im Liebfrauenmünster zu Ingolstadt lassen sich Klangräume nicht nur hören, sondern beinahe sehen. Hoch aufragende Gewölbe, steinerne Flächen, die Schall zurückwerfen, und eine Orgel, die hoch oben den Raum wie ein architektonisches Gegenstück zum Instrumentarium eines Orchesters beherrscht. Dass hier nun erstmals die Audi Bläserphilharmonie ihr Frühjahrskonzert gab, verlieh dem Abend einen ganz besonderen Aufbruch-Charakter – nicht zuletzt, weil auch am Dirigentenpult ein Debüt stattfand: Zum ersten Mal leitete Kai Häffner ein großes Konzert des Ensembles.

Schon die Programmidee setzte auf klangliche Weite. Sinfonisches Blasorchester und Orgel – eine ungewöhnliche Kombination, wie die Moderatorin des Abends, BR-Klassik-Redakteurin Annekatrin Hentschel, betonte. Doch zugleich verwies sie auf das verbindende Element beider Klangkörper: den Atem – und den Raum. Zwei Begriffe, die sich im Verlauf des Konzerts als treffende Leitmotive erweisen sollten. Zu hören waren Werke von Jan van der Roost, Thomas Trachsel, Edward Elgar, Eric Whitacre, Marcel Dupré und Thomas Doss.

Als Solist war der Organist Martin Gregorius zu erleben – ein international gefragter Konzertorganist, der als Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg tätig ist und zudem an den Musikhochschulen in München und Regensburg unterrichtet.

Ein außergewöhnlicher Abend, der zeigte, wie wirkungsvoll und facettenreich sinfonische Bläserklänge und Orgelmusik sich gegenseitig bereichern können – wenn eben „Raum und Atem“ zum gemeinsamen Prinzip werden.

Foto: Thorsten Brieger

Frühjahrskonzert der Audi Bläserphilharmonie mit Martin Gregorius im Ingolstädter Münster