Zwischen Innigkeit und Klangfülle: Der Motettenchor bei seinem Kirchenkonzert in St. Anton

Zwischen Innigkeit und Klangfülle: Der Motettenchor bei seinem Kirchenkonzert in St. Anton

Kirchenraum statt Konzertsaal, Orgel statt Orchester: Der Ingolstädter Motettenchor hat in seinem Frühjahrskonzert bewusst auf klangliche Reduktion gesetzt – und damit einen Abend gestaltet, der gerade aus dieser Konzentration heraus seine besondere Wirkung entfaltete.

Im Mittelpunkt stand die Messe in D-Dur von Antonín Dvořák, flankiert von Vokalwerken Felix Mendelssohn Bartholdys und einer seiner Orgelsonaten, gespielt von Regionalkantor David Kirschsieper. Geleitet wurde das Konzert von einer Doppelspitze: Eva-Maria Atzerodt und Daniel Toledo Guillén.

Zum Abschluss setzte das kontemplative „Mother of God, here I stand“ von John Tavener einen ruhigen, fast zeitenthobenen, ätherischen Schlusspunkt.

Ein Konzert, das nicht nur musikalisch überzeugte, sondern auch deutlich machte, wie sehr künstlerische Entscheidungen in der aktuellen Situation mit äußeren Rahmenbedingungen verbunden sind – und welches Potenzial gerade in der Beschränkung liegen kann.

Zwischen Innigkeit und Klangfülle: Der Motettenchor bei seinem Kirchenkonzert in St. Anton