Probenbesuch „Zieht die gewaltige Stille mich immer“

Probenbesuch „Zieht die gewaltige Stille mich immer“

Berühmt geworden ist nur der Mann, der Theologe Karl Barth. Nicht die Mitautorin seiner Werke, Charlotte von Kirschbaum, die zudem mit dem Ehepaar Barth in einer Menage à trois zusammengelebt hat. Von dieser Konstellation erzählt das Theaterstück „Zieht die gewaltige Stille mich immer“, das morgen, am 7.3.,  im Stadttheater Ingolstadt uraufgeführt wird.

Charlotte von Kirschbaum,1899 in Ingolstadt geboren, hatte nicht die Möglichkeit Theologie oder Philosophie zu studieren. Sie war fasziniert  von den Schriften des später weltberühmten Schweizer Theologen Karl Barth, der nach den Schrecken des 1. Weltkriegs eine neue Theologe formuliert hat. Sie wird seine Mitarbeiterin, aber  ihre Mitautorenschaft  bleibt unerwähnt , und sie wird seine Geliebte um den Preis, dass sie mit Karl Barths Frau Nelly und deren 5 Kindern über Jahrzehnte gemeinsam unter einem Dach lebt.

Mirja Biel, die Oberspielleiterin des Stadttheaters Ingolstadt, hat sich für diese besondere Lebenssituation interessiert und von der kroatisch-schweizerischen Autorin Ivna Zic  darüber einen Theatertext schreiben lassen und Regie geführt.

Ein riesiges Fotoportrait von Karl Barth wird über der von Daniel Angermayr ausgestatteten Bühne  hängen. Die Bühne aber gehört den beiden Frauen. Nelly, der Ehefrau und Charlotte. Dazu kommt noch eine Archivarin, denn viel wird über  Briefe erzählt, die Karl Barth seiner Frau und seiner Mitarbeiterin geschrieben hat. Und ein 10köpfiger Frauenchor wird auf der Bühne sein.
Edda Wiersch spielt Charlotte von Kirschbaum, Karl Barths Ehefrau Nelly ist  als Gast Mara Widmann, deren Schauspielkarriere am Berliner Ensemble  begonnen hat. Paula Aschmann ist die junge Archivarin und die Chorführerin. Musiker Peter Thiessen wird ebenfalls live auf der Bühne sein.
85 Minuten ohne Pause.

Probenbesuch „Zieht die gewaltige Stille mich immer“