„Goldene Augenblicke“: Neue szenische Erlebnisführung von und mit Francesca Pane
Heute nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise, die nicht nur ...
Morgen hat das Bewegungstheater „Wohin?“ von David Williams mit Jugendlichen aus Ingolstadt Premiere in der Kulturhalle neun.
Die organisatorische Federführung für dieses Projekt des Jugendkultursommers hat der Stadtjugendring, der den Verein „Stiftung Jugend fragt“, abgelöst hat, der vor 20 Jahren diese speziellen integrativen und früher auch internationalen Jugendtheaterprojekte ins Leben gerufen hat.
30 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schularten, vom Gymnasium ebenso wie vom Caritas Zentrum St. Vinzenz entwickeln gemeinsam eine ca. 1stündige Theateraufführung, nur mit den Mitteln von Tanz und Bewegung. Die meisten kannten sich vorher nicht und sind seit März zu einem Team zusammengewachsen, haben gelernt, etwas Gemeinsames zu erschaffen. Und dabei spielt es keine Rolle, welche unterschiedlichen Voraussetzungen sie für andere Lebensbereiche mitbringen. Alle achten aufeinander , sonst funktioniert keine gemeinsame Choreographie. Und bei einigen Tagen in einem Schullandheim im Bayerischen Wald haben sich alle auch persönlich besser kennengelernt.
Zu den Tanzenden kommt noch eine 12 köpfige Band, überwiegend auch mit Schülern, die als Percussiongroup die Vorstellung live begleitet.
Die Künstlerische Gesamtleitung hat wieder der Choreograph David Williams. Was David Williams mit den Kids entwickelt, hat nichts mit dem Eintrimmen von Musical dance zu tun. Es gibt auch kein Casting. Jeder, auch die Schüchternen, die sich selbst wenig zutrauen, sollen mitmachen. Stars und ego-trips gibt es nicht, wohl aber kleine individuelle Aufgaben für jede und jeden von ihnen.
David Williams macht einfache Bewegungen vor, die einfach alle sofort mitmachen. Oder er lässt Einzelne Bewegungsabläufe improvisieren, die dann als kleine Bausteine für die späteren Choreographien dienen. Und diese Aufführung hat dann einen großen theatralen Spannungsbogen. Ein Junge mit einem Koffer kommt. Wer ist er? Wird man ihn ablehnen oder akzeptieren? Eine Tür steht im Raum? Welcher Seite von dieser Tür fühle ich mich zugehörig? Ein weißes Tuch schwebt über den Tanzenden, senkt sich herab. Blaue und rote Beleuchtungen schaffen stimmungsvolle Bilder. Eine Geige spielt dazu. Von welcher Zukunft träumen sie?
Vor allem aber geht es um die Jugendlichen selbst. Um die weite Reise, die sie gemeinsam gemacht haben, um dieses Bewegungstheater „Wohin?“ auf die Bühne zu bringen.
Aufführungen am 16./17. Juli, 19 Uhr, Kulturhalle neun