Vorbericht: Brechts „Im Dickicht der Städte“ im KH des Stadttheaters Ingolstadt

Vorbericht: Brechts „Im Dickicht der Städte“ im KH des Stadttheaters Ingolstadt

„Im Dickicht der Städte“  ist ein ziemlich wirres, und ein bisschen absurdes Theaterstück, das der junge Bertolt Brecht da hingeklotzt hat. Zwei Männer kämpfen im Dschungel einer Großstadt, in Chicago Anfang des 20. Jahrhunderts, um Macht und Geld gegeneinander und ziehen ihre Familien, die Frauen, die Tochter und Schwester mit hinein. Liebe und Hass, Gut und Böse sind keine unterscheidbaren Kriterien.
Die Inszenierung von Antigone Akgün hat morgen im Kleinen Haus des Theaters Ingolstadt Premiere. Ich war bei einer Probe und habe mit der Regisseurin gesprochen.

Vielleicht hilft es, wenn man sich, wie Brecht, diesen Kampf zwischen dem Bibliotheksangestellten Garga und dem reichen Holzhändler Shlink als Runden eines Boxkampfs vorstellt.
Der reiche Holzhändler Shlink kauft dem Bibliotheksangestellten Garga seine Meinung über ein Buch ab und sorgt dafür dass er entlassen wird.   Als Revanche übernimmt Garga den Holzhandel seines Widersachers und macht damit gute Geschäfte, indem er das Holz zweimal verkauft . Garga muss ins Gefängnis und rächt sich, indem er Shlink der Vergewaltigung bezichtigt. So ungefähr ein Gerüst der Ereignisse.

Berna Celebi spielt den Buchhändler, Marc Simon Delfs den Holzhändler, Renate Knollmann, Sarah Schulze-Tenberge, Peter Polgar und Enrico Spohn sind in mehreren Rollen zu sehen. Sophie Lichtenberg hat ein Spielgerüst auf die Bühne im Kleinen Haus gestellt und die Figuren  mit schrägen Perücken und Kostümen charakterisiert.

Foto: Germaine Nassal

Vorbericht: Brechts „Im Dickicht der Städte“ im KH des Stadttheaters Ingolstadt