Vorbericht: Uraufführung „Winntetou V“ am Stadttheater Ingolstadt

Vorbericht: Uraufführung „Winntetou V“ am Stadttheater Ingolstadt

Es geht um die Suche nach Winnetou, der für das Ideal eines humanistischen Edelmenschen steht bis hin zur Frage, wie sich wohl Old Shatterhand und seine Gefährten angesichts von Donald Trump und seiner Ice-Truppe verhalten würden.
Autor und Regisseur Kieran Joel spannt einen breiten Bogen mit unterschiedlichen Perspektiven. Und das dauert dann auch an die 4 Stunden mit Pause.

Der Autor Karl May, ein kleinkrimineller Lehrer aus ärmlichen Verhältnissen und als Kind eher kränklich,  hat sich in seinen Abenteuergeschichten im Wilden Westen zum Helden Old Shatterhand gemacht, der mit Winnetou, dem Häuptling der Apachen, Freundschaft schließt. Und beide kämpfen nicht nur gegen das Böse, die weißen Landräuber zumeist, sondern für eine humane Gesellschaft, in der Probleme nicht mehr mit Gewalt und Waffen gelöst werden. Karl May wollte also mit den Mitteln seiner Phantasie seine  LeserInnen  zu Humanismus und Pazifismus verführen.
Old Shatterhand ist bei Kieran Joel nicht der Karl May aus dem 19. Jahrhundert, sondern  ein Theatermacher von heute,  der sich und seine Figuren erfindet, um Winnetou, d.h. eigentlich das Ideal eines Edelmenschen zu suchen. Winnetou finden sie nicht, wohl aber Donald Trump in den USA von heute…
Das unerfahrene Greenhorn Old Shatterhand erweist sich als guter Schütze und Reiter, erlegt ein Bison und besiegt einen Grizzlybären. Die bekannten Szenen aus Winnetou 1 werden von Old Shatterhand, Gastschauspieler Moritz Grove, schließlich noch vor der Pause  erzählt.

Vorbericht: Uraufführung „Winntetou V“ am Stadttheater Ingolstadt