Kunstaustausch: „Die Ulmer kommen“ beim BBK in der Harderbastei
Am Samstag wurde in der Ingolstädter Harderbastei eine Ausstellung mit Künstlerinnen ...
Heute, wo viele selbst am PC Druckfertige Vorlagen erstellen, ist es eine Wohltat zu sehen, wie kreativ Künstler und Künstlerinnen handgemacht Lithografien, Radierungen oder Linolschnitte mit künstlerischem und auch inhaltlichem Anspruch gestalten, und wie sie heute mit diesen jahrhundertealten Drucktechniken experimentieren. Die letzten Sonntag in der Ingolstädter Harderbastei eröffnete Ausstellung Druckkunst 2026 zeigt 75 Arbeiten von 52 KünstlerInnen aus der Region, aber auch aus ganz Deutschland und einigen Partnerstädten, die von einer Jury aus noch viel mehr Einreichungen ausgewählt wurden. Der BBK, der Berufsverband Bildender Künstler, hat es trotz der auch ihn betreffenden drastischen finanziellen Einschränkungen geschafft, diese jährlich konzipierte Ausstellung wieder zu realisieren. Mit viel ehrenamtlichem Engagement und mit einem Förderfonds der Künstlerbedarf-Firma Gerstaecker.
Für Kunstinteressierte hat diese Präsentation den Reiz, dass man auch spontan, etwa für 150 €, ein solches Blatt erwerben kann. Und tatsächlich wurden bereits bei der Vernissage einige Arbeiten verkauft.
Die Einführung über traditionelle Drucktechniken hielt die neue Vorsitzende des BBK, die Künstlerin Leonore Weiss, die selbst nicht in der Ausstellung vertreten ist. Mit ihr habe ich mich über einzelne Arbeiten und auch darüber unterhalten, wie wichtig Kunst für eine Gesellschaft auch in Zeiten finanzieller Krisen ist.