Raphaelle Red hat mit ihrem Roman „Adikou“ die Ingolstädter Literaturtage eröffnet. – Ein Gespräch mit der Autorin

Raphaelle Red hat mit ihrem Roman „Adikou“ die Ingolstädter Literaturtage eröffnet. – Ein Gespräch mit der Autorin

Am Donnerstag  wurden die Ingolstädter Literaturtage von Kulturreferent Marc Grandmontagne im voll besetzten Veranstaltungsraum des Georgianums eröffnet. Die in Paris und Berlin lebende Raphaelle Red stellte im Gespräch mit ihrem Schriftstellerkollegen Jonas Lüscher ihren Debütroman „Adikou“ vor.
Der letztjährige Fleißer-Preisträger hat als Festival im Festival 4 Lesungen mit überwiegend jungen Autorinnen kuratiert und moderiert. Und es hat eine ganz andere Überzeugungskraft und auch ein spezifisches Gesprächsniveau, wenn ein Autor mit einer Kollegin über ihr Buch spricht, das er schätzt.
Und diese unter 30jährige sagt kluge Sätze, wie man sie  im politischen Diskurs allzuoft vermisst, z.B. Migration sei historisch gesehen die Regel, nicht die Ausnahme.  Oder: Es gehe  weder ihr noch ihrer Protagonistin Adikou darum, sich als Franco-Togolesin zwischen zwei Kulturen zu fühlen. Das könne man  auch, wenn ein Elternteil aus einem bäuerlichen Umfeld stammt und der andere Akademiker aus der Großstadt ist.

Raphaelle Red, in Paris geboren, in Berlin aufgewachsenen, Mutter Französin, Vater aus Togo, schickt in dieser Road novel „Adikou“ ihre Protagonistin auf eine Reise von Paris ins Herkunfsland ihres Vaters, nach Togo, die westafrikanische Küste entlang und schließlich in die USA, wohin die Vorfahren des Vaters als Sklaven verkauft wurden.

Foto: Raphaelle Red im Gespräch mit Jonas Lüscher (IK)

Raphaelle Red hat mit ihrem Roman „Adikou“ die Ingolstädter Literaturtage eröffnet. – Ein Gespräch mit der Autorin