„Kasimir und Karoline“ von Horvath: Gespräch mit Regisseurin Julia Prechsl

„Kasimir und Karoline“ von Horvath: Gespräch mit Regisseurin Julia Prechsl

Wie der soziale Status die Beziehungen zwischen Männern und Frauen prägt, schildert Ödön von Horvath in seinem Theaterstück „Kasimir und Karoline“, das in der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre auf dem Münchner Oktoberfest spielt.
Morgen ist Premiere im GH des Stadttheaters Ingolstadt in der Inszenierung von Julia Prechsl, die hier vor 3 Jahren bei Horvaths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ eindrucksvoll Regie geführt hat. I

Karoline möchte sich amüsieren auf dem Oktoberfest. Achterbahnfahren, Feiern, eine Auszeit aus ihrem Büroalltag nehmen. Aber ihr  Freund Kasimir hat überhaupt keine Lust dazu. Er hat nämlich seinen Job als Chauffeur verloren. Karoline, die zunächst gegenüber ihrer Zufallsbekanntschaft Schürzinger vehement bestreitet, dass ein Mädchen  ihren Freund automatisch fallen lässt, wenn er arbeitslos wird, zerstreitet sich mit Kasimir und macht sich allein auf zu den Vergnügungen und Männerbekanntschaften auf dem Oktoberfest. Berna Celebi und Matthias Zajgier spielen Karoline und Kasimir.

Karoline schließt sich diesem Schürzinger, wohl eine Art Vorarbeiter an, sie begegnet auch dessen Chef, einem Kommerzienrat und dessen Saufkumpan, zwei alten Säcken mit Geld, Cabrio und eindeutigen Absichten. Kasimir lässt sich mit seinem letzten Geld volllaufen mit seinem Spezl Franz und dessen Freundin Erna, zwei Kleinkriminellen in einer Gewaltbeziehung. Peter Polgar, Peter Reisser und Richard Putzinger, Sebastian Kremkow und Edda Wiersch spielen sie.

Es ist die letzte Premiere im Großen Haus des Stadttheaters Ingolstadt, bevor diese Bühne für vermutlich lange Zeit geschlossen wird!

Foto: Germaine Nassal

„Kasimir und Karoline“ von Horvath: Gespräch mit Regisseurin Julia Prechsl