Rudi Domke mit bewegenden Texten zu Gast bei „Besser als Fernsehen“ in Kap94
Über sich selbst nachdenken. Wie und wann macht man das eigentlich. ...
Im Fürstengang in Neuburg ist derzeit die Ausstellung „Passagen“ mit Werken der Künstlerin Christine Reiter zu sehen. Die Schau setzt sich auf vielfältige Weise mit der Thematik des Durch- und Übergangs auseinander. Der Titel spielt auf die Architektur und auf die ursprüngliche Bedeutung des Fürstengangs an: ein herrschaftlicher Durchgang, der Schloss und Kirche verbindet. Seit jeher ließen sich Künstler und Künstlerinnen durch Übergänge und Verbindungen inspirieren und fanden dafür immer wieder eine neue Bildsprache.
Bei Christine Reiter hat das gewählte Material eine „Passage“ durchlaufen, wenn vorhandene Gegenstände in eine andere Beschaffenheit oder Konstellation überführt und somit neu aufgeladen werden. Reiter findet ihre Themen und Motive in der Landschaft, auch im Wohn- und Arbeitsumfeld. Oft lässt sich Gegenständliches erkennen, etwa Berge, Leitern oder Handschuhe. Dann begegnen uns diese in ungewohnten, grafisch stilisierten Formen und Farben, und provozieren individuelle Interpretationen und Geschichten. Dies machte sie im Gespräch mit dem Kulturkanal besonders deutlich:
Christine Reiter arbeitet in einer Bildsprache, die sich zwischen bildnerisch-abstrakt und lyrisch-konkret bewegt. Ihre Arbeitsweise ist dynamisch und experimentell, paart viel Spontaneität mit Leichtigkeit und Sinn für Humor. Durchgängig lässt sich eine Vorliebe für einfache Materialien erkennen. Neuburgs Kulturreferentin Dr. Gabriele Kaps würdige die Künstlerin, die erstmals in Neuburg ihre Werke präsentieren kann.
Christine Reiter, seit 1998 künstlerisch tätig, lebt und arbeitet in Augsburg. Sie ist als Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler und in der Augsburger Künstlervereinigung „Die Ecke“ auch mehrfach ausgezeichnet. Die Künstlerin ist regelmäßig in regionalen und überregionalen Ausstellungen vertreten.
Die Ausstellung „PASSAGEN ist jeweils Do/Fr von 17 – 19 Uhr, Sa/So/Feiertage von 11 – 19 Uhr bis einschließlich Sonntag, den 12. Juli 2026 geöffnet. Am letzten Ausstellungstag ist die Künstlerin für Gespräche vor Ort. Der Eintritt dazu ist frei.