Nachtregie: Lesungsreihe im „Blauen Salon“ des Stadttheaters Ingolstadt mit „Liebesbriefe an die Heimat“ gestartet
Das ist ein Geheimtipp. Denn diese Veranstaltungen stehen nicht offiziell auf ...
Morgen findet nun im Freilichttheater im Turm Baur in Ingolstadt die Premiere von „Der Graf von Monte Christo“ statt, die verschoben werden musste, vor allem weil der komplizierte Bühnenaufbau wegen des schlechten Wetters nicht rechtzeitig für die Endproben fertig gestellt werden konnte. Nun aber ist alles bereit für die abenteuerliche Rachegeschichte eines Mannes, der unschuldig im Gefängnis saß und nun die Verursacher seines Unglücks bestraft.
Wir waren bei einer Probe und haben mit Regisseur Ronny Jakubaschk und dem musikalischen Leiter Tobias Hofmann gesprochen.
Ein junger Mann, Edmond Dantès, im Glück. Seine Beförderung zum Kapitän eines Handelsschiffs und seine Hochzeit mit der schönen Mercedes stehen bevor. Doch auf seiner Verlobungsfeier wird er überraschend verhaftet und verbringt 14 Jahre unschuldig im Gefängnis, während diejenigen, die ihn als Agent Napoleons denunziert haben, Karriere machen. Einer der Intriganten heiratet schließlich Mercedes.
Als er von der Gefängnisinsel Chateau d’If bei Marseille fliehen kann und zudem durch einen Schatz auf der Insel Montechristo sehr reich wird, kehrt er nach Frankreich zurück um sich an all denen zu rächen, die sein junges Lebensglück zerstört haben. Und er spielt darüber hinaus Schicksal für die Kinder und Menschen aus dem Umfeld seiner Widersacher. Der naive junge Mann von einst wird zum geheimnisvollen, diabolischen Rächer – oder Kämpfer für Gerechtigkeit.
Alexandre Dumas hat Mitte des 19. Jahrhunderts diesen Fortsetzungsroman „Der Graf von Monte Christo“ geschrieben, der inzwischen ein Klassiker der Weltliteratur und auch durch viele Verfilmungen bekannt geblieben ist.
Eine Musicalversion war vor einigen Jahren als Gastspiel in ingolstadt zu sehen. Gast-Regisseur Ronny Jakubaschk und die Ingolstädter Dramaturgin Danah Wiedemann haben für die Freilicht-Inszenierung im Turm Baur in Ingolstadt eine eigene Fassung erstellt. Das männerlastige Ensemble wurde durch einige weibliche Protagonistinnen ersetzt. Aus dem Mitgefangenen Abbé Faria wird eine Ordensschwester Faria, aus dem Inhaber der Reederei oder dem napoleontreuen Vater des Staatsanwalts werden ebenfalls Frauen.
Die Hauptrolle des Edmond Dantes alias Graf von Monte Christo spielt Enrico Spohn. Sarah Schulze-Tenberge spielt nicht nur seine Geliebte Mercedes, sondern auch die Mitgefangene, Ordensschwester Faria, die Dantès den Hinweis auf den versteckten Schatz gibt. Außerdem spielen Matthias Zajgier, Marc Simon Delfs, Olaf Danner, Peter Rahmani, Edda Wiersch, Chen Emilie Yan und Manuela Brugger.
Es gibt eine Live-Band unter der Leitung von Tobias Hofmann, Chorgesang des Ensembles und Popsongs von Elvis, Michael Jackson, ABBA oder Rammstein.
Foto: Germaine Nassal