Vorbericht: Uraufführung „Winntetou V“ am Stadttheater Ingolstadt
Es geht um die Suche nach Winnetou, der für das Ideal ...
Was wäre Neuburg im August ohne die Sommerakademie, die in den ersten beiden August-Wochen ungemein Leben in die Kulturstadt bringt?
Einmal mehr ist es dem Kulturamt der Stadt unter der Leitung von Marieluise Kühnl auch in diesem Jahr gelungen, für ein weit in die Region hinausstrahlendes Programmangebot zu sorgen, das in dieser Form schier einzigartig scheint. Über 400 Teilnehmer aus Europa und Asien, herausragende Dozenten und zahlreiche Besucherinnen und Besucher konnten in rund 31 Kursen erleben, wie vielseitig diese Akademie angelegt ist. Diese wurde im Jahr 1978 gegründet und gehört mit ihrem interdisziplinären Angebot zu den größten und ältesten Sommerakademien Deutschlands. Andere Kommunen beneiden Neuburg darum: Namhafte Dozenten kommen somit immer wieder gerne an die Donau um die Bildende Kunst, Jazz, Alte Musik, Klassik in den Mittelpunkt zu rücken und Kinder und Jugendliche bei einem reichen Kursangebot in einer sinnvollen Ferienbeschäftigung zu fördern und kreativ weiterzuführen.
Im Gespräch mit der Kunstdozentin Miriam Wahl wurde deutlich, wie entspannt und kreativ hier im Rahmen der Akademie vor allem auch Bildende Kunst in den Mittelpunkt gerückt wird.
Alte Musik hat im Rahmen der Sommerakademie einen ganz besonderen Stellenwert und dies aus guter Tradition:
Zur Zeit der Renaissance war Musik den Herrschern des Fürstentums Pfalz-Neuburg ein großes Anliegen, immer wieder holten sie die bedeutendsten Musiker ihrer Zeit an den Hof. So wirkte der aus Brescia (Italien) stammende Violin-Virtuose Biagio Marini fast 30 Jahre lang als Hofkapellmeister im Dienste der Pfalzgrafen. Heute gilt Biagio Marini als einer der ersten bedeutenden Komponisten von Instrumentalmusik, der insbesondere die italienische Musik des 17. Jahrhunderts maßgeblich prägte.
Der gleichnamige, internationale Wettbewerb für Alte Musik, der seit 1999 jährlich in Neuburg an der Donau vergeben wird, erinnert an diese glanzvolle Zeit der Musikpflege. Als einzig permanenter Wettbewerb für Alte Musik in Bayern, richtet sich der Biagio-Marini-Wettbewerb an junge Kammermusikgruppen, die sich der historischen Aufführungspraxis verpflichtet fühlen und auf historischen Instrumenten spielen. In diesem Jahr waren 4 Ensembles in der Endausscheidung – allesamt junge, herausragende Musikerinnen und Musiker, die sicherlich auf einem guten Weg für eine professionelle Karriere sind:
Die Künstlerische Leitung Xenia Löffler lobte – nach den gelungen interpretierten Darbietungen- im Namen der fachkundigen Jury das überaus hohe Niveau, das die Entscheidung auch in diesem Jahr sicherlich nicht leicht gemacht hatte
Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde das Yara Ensemble, Florian Moser Violine, Benedikt Wagner Cello, Martin Schneider, Violine und Tim Krüger, Cembalo. Dieses Ensemble gründete sich 2021 mit dem Ziel, Musik im Kontext ihrer Zeit zu interpretieren. Auftritte bei den Händel Festspielen in Göttingen, bei den renommierten Festwochen der Alten Musik und dem Festival junger Künstler in Bayreuth folgten. Daneben ist der Biagio Marini Preis nicht die erste Auszeichnung für dieses junge Ensemble: Wir gratulieren auf diesem Wege und konnten nach der Preisverleihung mit Bendikt Wagner vom Ensemble sprechen.
Foto: Preisverleihung Biagio Marini Wettbewerb 2026 mit Kulturreferentin Dr. G. Kaps und Prof. Xenia Löffler ( Künstlerische Leitung) und dem Yara-Ensemble
Foto: js