„Weites Land“: Ausstellung von Viktor Scheck in der Kleinen Galerie im Kunsthof in Schrobenhausen
Weite Landschaft, ein Horizont, der sich im Dunst verliert, darüber Wolken, ...
Was haben ein alter Ledergürtel, ein Skistockgriff, ein orthopädischer Fußabdruck und ein angespitzter Buchenast gemeinsam? In der Kunst von Dieter Breitschwerdt können sie Teil eines Kunstwerks werden.
Der Münchner Künstler, der gelernter Schriftsetzer ist und als Typograf gearbeitet hat, sammelt Gegenstände aus der Alltagswelt, untersucht ihre Formen und Oberflächen, bearbeitet sie und ordnet sie in seriellen Strukturen neu. Aus Dingen, die wir normalerweise benutzen, wegwerfen oder irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen, entstehen Assemblagen und Installationen.
Jetzt zeigt Breitschwerdt in der Städtischen Galerie die Ausstellung „Aspekte der Vergänglichkeit“. Ergänzt werden die Skulpturen und Materialarbeiten durch Papierarbeiten mit Asche, Fingerzeichnungen und Handdrucken.
Der Titel der Ausstellung verweist dabei auf eine zentrale Frage: Was passiert mit den Dingen, die uns umgeben, wenn ihre ursprüngliche Funktion und ihre Zeit vorbei sind?
Dieter Breitschwerdt macht aus Gegenständen, die wir im Alltag leicht übersehen, etwas ganz Neues, das unsere Perspektive auf genau diese Dinge verändert.
Seine Arbeiten erzählen von Ordnung und Zufall, von Gebrauch und Erinnerung – und letztlich von der Zeit, die an allem ihre Spuren hinterlässt. Und vielleicht schaut man danach auch auf die unscheinbaren Dinge am Wegesrand ein wenig anders – und sieht sie nicht nur als Gegenstände oder Objekte, sondern als mögliche Fährten in die Vergangenheit, aus der die Zukunft entsteht.
Die Ausstellung „Aspekte der Vergänglichkeit“ ist noch bis zum 4. Oktober 2026 in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Foto: Sebastian Daschner