„Herbstarbeiten im Arzneipflanzengarten“ des Deutschen Medizinhistorischen Museums: Führung mit Sigrid Billig und Sabine Duschek
Es ist ein besonderer Garten mitten in Ingolstadt: Hinter der Alten ...
Leonore Weiss aus Ingolstadt und ein Künstler aus Abensberg, Klaus Schwendner, die sich vorher nicht kannten, haben zu einer gemeinsamen Ausstellung in der Reihe Kunststücke des BBK Ingolstadt in der Harderbastei zusammengefunden. Und die stark farbigen, figurativen Holzskulpturen von Schwender und die Acrylbilder und zarten Monotypien von Leonore Weiss passen trotz ihrer Unterschiedlichkeit gut zusammen.
Klaus Schwendner, Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Niederbayern , schneidet Figuren mit der Kettensäge aus Holz und bemalt sie in kräftigen Farben. Es sind sehr unterschiedliche Charaktere, mit sehr unterschiedlichen Körperformen, denen er als Titel Vornamen gegeben hat, obwohl keine realen Vorbilder dahinter stehen. Und so kann der Betrachter selbst überlegen, welche Charakterzüge, welche Eigenschaften für ihn die einzelnen Figuren zum Ausdruck bringen. Oder sie einfach als individuelle Persönlichkeiten betrachten, die hier roh, ungeschönt, ausdrucksstark gestaltet wurden.
Aus den Holzresten, die beim Arbeiten an seinen Figuren entstanden sind, macht Klaus Schwendner ebenfalls sehr farbige Wandarbeiten, Holzcollagen sozusagen, die abstrakter sind und Titel tragen wie „Heimweh nach gestern“ oder „Wenn der Kopf Kopf steht“ oder „Nix bleibt hint wie vorn“.
Leonore Weiss hat ihre farbigen Acrylbilder und ihre zartfarbigen Monotypien unter den Titel „Was bleibt“ gestellt. Es sind sehr malerische Arbeiten im Grenzbereich zwischen Landschaft und Abstraktion. Manchmal glaubt man in diesen wundschön harmonischen Farbkompositionen die Erinnerung an einen Fluss, an Berge zu erkennen. So vage und flüchtig wie längst Vergangenes.
Farblich zarter, zeichnerischer sind die Monotypien, die Leonore Weiss ebenfalls unter dem Titel „Was bleibt“ in der Harderbastei zeigt. Was bleibt ist eben auch zu akzeptieren, dass alles in Veränderung begriffen ist. Diese raum-zeitliche Zwischenreich hat Leonore Weiss mit ihren Bildern wunderschön zum Ausdruck gebracht.
noch bis 18. Oktober; Do und Fr. von 14-18 Uhr und am WE von 12 – 18 Uhr
Am 11.10. sind der Künstler und die Künstlerin auch als Ansprechpartner in der Ausstellung vor Ort.