Jazztage IN: Abschlusskonzert mit Rebekka Bakken / HR – Big-Band und Lizz Wright
Die Ingolstädter Jazztage brachten auch in diesem Jahr, unter der künstlerischen ...
Pädagogisch und künstlerisch gleichermaßen begeisternd war die neueste Produktion der Tanztheaterschule Neuburg von Angela Kockers mit dem Titel „Reisen!“, die vergangenes Wochenende dreimal im Stadttheater Neuburg zu sehen war.
Ein Mädchen macht Strickhupfen, anderen spielen Verstecken, wieder andere malen sich Kreidestriche auf den Boden, um das Hüpfspiel Himmel und Hölle zu spielen, und irgendwann formiert sich Gruppe zu einem bayrischen Tanz samt Schuhplatteln. Bis Eltern kommen, um ihre Kinder abzuholen. Zur Oma mit dem Apfelkuchen und zum Sonntagsausflug in die Berge, obwohl die Kinder auch verbal zum Ausdruck bringen, lieber weiterspielen zu wollen.
Und am Ende dieser Tanztheatercollage werden die Ältesten mit den Mitteln des zeitgenössischen Tanzes eine innere, spirituelle Reise zu rhythmischen Klängen von Aborigines ausdrücken. Ein weiter Bogen, inhaltlich und in der Tanzsprache.
Dazwischen wird ein Bahnhof zum Dancefloor der Sixties. Oder: Das Warten auf den verspäteten Flug nutzt eine Dancecompany auf Gastspielreise zu einem Training. Wir erleben das Leben auf einer italienischen Piazza und mondäne Tussis in einem Luxushotel oder auf Traumschiffreise, wir sehen Strandleben, einen Schiffbruch und das Überleben auf einer Insel. 8 Episoden mit 8 unterschiedlichen Altersgruppen erzählten Angela Kockers und ihre Kollegin Katharina Baur mit fast 100 Kindern und Jugendlichen auf der Bühne unter dem Titel „Reisen!“.
Zu sehen war keine Reihung von eingedrillten Tanzchoreographien als Leistungsschau einer Tanzschule, um zu zeigen, wie perfekt synchron Kinder und Jugendliche einstudierte Schritte ausführen und gleich hoch ihr Bein heben können. Ganz im Gegenteil. Zu sehen sind kleine und größere individuelle Persönlichkeiten, die je nach Können, Temperament und Charakter altersgemäß choreographiert sind, um mit Tanz, Schauspiel und kurzen Sätzen Geschichten zu erzählen von Menschen, die sich auf den Weg machen. …