Festival Besondere Blickwinkel: „Hamlet“ und Kunstausstellung
Das vom Kunstzentrum Besondere Menschen in Kooperation mit dem Stadttheater Ingolstadt ...
Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume verspürte die Anziehungskraft der Urzeit beim offiziellen Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Jura-Museums auf der Eichstätter Willibaldsburg. Um Urzeittiere und Fossilienfreunde dreht sich alles in dieser Kulturkanal-Ausgabe.
Am 17. September 1976 ist das Jura Museum eröffnet worden. Es war die zeitgemäße und nun für alle zugängliche Fortsetzung einer langen Sammlungstradition in Eichstätt. Die Naturwissenschaften gehörten zur Priesterausbildung am Bischöflichen Seminar. Dazu war Anschauungsmaterial aus der Zoologie, der Botanik, Mineralogie, Physik und Chemie gesammelt worden und nicht zuletzt bestand diese Sammlung aus tausenden Fossilien, darunter die weltweit größte Sammlung von Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken. Ende der 1960er Jahre fiel die naturwissenschaftliche Ausbildung der Priester weg und im Rahmen der Hochschulreform entstand die Katholische Universität Eichstätt. Professor Franz Xaver Mayr bereitet zu dieser Zeit den Weg für ein Museum und mit dabei ist der junge Geologe und spätere erste Leiter des Jura-Museums Dr. Günther Viohl.
50 Jahre nach seiner Eröffnung ist das Museum nach wie vor ein Besuchermagnet. Dr. Christina Ifrim ist inzwischen die wissenschaftliche Leiterin.
Und hier gilt der alte Spruch – warum in die Ferne schweifen, wenn man den paläontologischen Superstar Archäopteryx sehen möchte. 155 internationale Forschungsarbeiten haben sich allein mit dem Exemplar aus Eichstätt beschäftigt.
Nicht nur oben auf der Burg wird dieser runde Geburtstag gefeiert. Auch unten in Eichstätt, genauer in der Lithografie-Werkstatt, haben die 50 Jahre Jura Museum bleibenden Eindruck hinterlassen. Und Abdruck. Hier sind Lithografien mit Zeichnungen des Künstlers Wolfgang Schmitz zu sehen, die von Angelo Evelyn in der Werkstatt der Künstlerin Li Portenlänger gedruckt worden sind.
Die elf Lithografien, die 2003 im Jura Museum ihren zeichnerischen Ursprung fanden, waren zusammen mit weiteren Werken in einem der sieben Planschränke verwahrt, in denen Li Portenkänfer die Schätze ihrer Gastkünstlerinnen und Gastkünstler aufbewahrt. Bis 25. Oktober sind sie nun – zusammen mit weiteren Werken von Wolfgang Schmitz – in der Lithografie-Werkstatt ausgestellt. Und man kann sie auch mit nach Hause nehmen – in Form eines sehenswerten Katalogs.
Informationen zum Jura Museum und seine Veranstaltungen sind online zu finden
unter www.jura-museum.de, alles zur Lithografie Werkstatt gibt es unter www.lithos-jura.de.
Fotos: Melanie Arzenheimer