Dorothee Oberlinger (Blockflöte) beeindruckt bei Kammerphilharmonie IN

Dorothee Oberlinger (Blockflöte) beeindruckt bei Kammerphilharmonie IN

Bei der Kammerphilharmonie Ingolstadt machte Dorothee Oberlinger zuletzt mit einem Konzert im Rahmen der Reihe „Barock in den Kirchen“ Furore. Jetzt kehrte die in Salzburg wirkende Professorin (Mozarteum)  und  Ausnahmemusikerin   zurück in den Theaterfestsaal, um als Blockflöten-Solistin und gleichermaßen Leiterin des Orchesters,  ein ansprechendes  Barock-Programm darzubieten.

Unter dem Motto „Grüße aus London“ waren  in England wirkende Komponisten oder dort entstandene Werke aus der Feder von Georg Friedrich Händel, William Babell, Giuseppe Sammartini oder auch Francesco  Geminiani zu hören, die allesamt eindrucksvoll und abwechslungsreich instrumentiert wurden.

Die im Stehen agierende Kammerphilharmonie, verstärkt durch eine gut klingende und durchdringende Laute sowie ein solide abgestimmtes Cembalo verstand es dabei treffend, für einen wohlklingenden Gesamtklang zu sorgen.

Als Dirigentin agierte Dorothee Oberlinger, die mehrfache Echo-Klassik- Preisträgerin überaus präzise, sorgte für entsprechende straffe Führung  und beeindruckte durch klare Diktion im Werkverlauf.

 Dorothee Oberlinger ist nicht nur als Blockflötensolistin und Dirigentin international erfolgreich: Als Hochschulprofessorin setzt sie sich zudem für den musikalischen Nachwuchs ein. 1969 in Aachen geboren studierte sie zunächst Schulmusik und Germanistik an der Universität zu Köln und wechselte anschließend für ein Blockflötenstudium an die Kölner Hochschule für Musik und Tanz zu Günter Höller. Nach weiteren Studienaufenthalten in Amsterdam und Mailand gewann sie 1997 den internationalen Wettbewerb SRP/Moeck U.K. in London, ihr Debütkonzert an der Londoner Wigmore Hall folgte im Jahr darauf. Seither konzertiert sie als Expertin für Historische Aufführungspraxis mit namhaften Ensembles und Barockorchestern, darunter die Sonatori de la Gioiosa Marca, die Academy of Ancient Music und Musica Antiqua Köln. Im Jahr 2002 gründete sie das auf Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisierte Ensemble 1700, seit 2004 ist sie Professorin am Salzburger Mozarteum und Leiterin des dortigen Instituts für Alte Musik. Zudem ist sie seit 2009 als Intendantin die Arolser Barockfestspiele tätig. Für ihre Leistungen erhielt sie bereits mehrfach den ECHO Klassik.

Im kurzen Gespräch mit der NR vor dem Konzert machte Dorothee Oberlinger deutlich, wie gerne sie mit der Kammerphilharmonie zusammenwirkt und wie sehr sie die enorme künstlerische Qualität und Vielseitigkeit des Orchesters schätzen lernte.

Für die Darbietungen im Festsaal bekamen Kammerphilharmonie und Solistin somit völlig zu Recht langanhalten und lautstarken Beifall,  des einmal mehr zahlreich erschienenen Publikums.

Das nächste Abo – Konzert der Kammerphilharmonie ist am Donnerstag dem 21. Mai um 20.00 Uhr im Festsaal IN; Der renommierte Geigensolist, Ilya Gringolts kommt zum Gastspiel. Die Leitung hat Ariel Zuckermann. Karten dafür gibt es in ausreichender Zahl an der Abendkasse ab 19.00 Uhr.

Dorothee Oberlinger (Blockflöte) beeindruckt bei Kammerphilharmonie IN