Der Zuspruch für die Abos und Konzerte der Kammerphilharmonie, des ehemaligen Georgischen Kammerorchesters, ist riesig und wächst stetig. Obwohl und vielleicht gerade weil auch immer wieder spannende zeitgenössische Programmpunkte zu finden sind. Diese Euphorie steht im Gegensatz zur wenig erfreulichen finanziellen Situation des Orchesters wie aller Kultureinrichtungen in Ingolstadt.
Die Kammerphilharmonie musste ein Drittel ihres Etats einsparen. Ohne eine großzügige Spende wäre das Programm der nächsten Saison so nicht möglich gewesen.
Ein Gespräch mit dem Chefdirigenten Ariel Zuckermann, der das Orchester seit 2020 mit allem Herzblut und großer Energie leitet.
Nächste Saison können die Konzerte der Kammerphilharmonie Ingolstadt noch im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt stattfinden. Dann wird der Hämerbau ja bekanntlich für unbestimmte Zeit geschlossen, eine Sanierung scheint nicht finanzierbar. Die Kammerphilharmonie wird in der übernächsten Saison im Kongresssaal des Maritimhotels spielen, und zwar immer am Sonntag um 17 Uhr. Einen anderen Termin haben die Betreiber des Kongresshotels nicht zusagen wollen. Und diesen Raum zu mieten ist doppelt so teuer wie der Festsaal bisher. Der Konzertverein Ingolstadt oder andere private Veranstalter wie Tanzschulen oder Schulen können sich das nicht leisten. Und wie die Akustik dort sein wird, kann Ariel Zuckermann noch nicht wirklich beurteilen.
Aber nächste Saison von September 26 bis Juli 27 bleibt noch alles beim Alten. Immer donnerstags 10 Abokonzerte im Festsaal des Stadttheaters Ingolstadt. Es gibt verschiedene Abos ab 143 Euro. Und auch ein flexibles Einsteigerabo für drei Konzerte. Und neu gibt es U30-Einzelticketts für 22 Euro.
Infos und Abos unter: www.kammerphilharmonie-in.de
Foto: Nikolaj Lund